16.06.2016

Pixelprojekt_Ruhrgebiet

Ausstellung der Neuaufnahmen 2015/2016 -
Legendäre Fotografien und fotografierte Punklegenden

(c) Heiko Tiemann, Aus der Serie "Identität"

Jenseits des Mainstreams baut das unabhängige Pixelprojekt_Ruhrgebiet ein regionales Gedächtnis mit Mitteln der Fotografie im Internet auf. 21 neue Fotoserien von 18 Fotografinnen und Fotografen sind aus 108 Bewerbungen für die Neuaufnahmen 2015/2016 ausgewählt worden. Ausschnitte aller Serien werden bis zum 17. September 2016 im Original im Wissenschaftspark Gelsenkirchen ausgestellt.

Zu entdecken gibt es historische Serien: Die legendären, prägenden Sichtweisen des Künstlers Chargesheimer auf das Ruhrgebiet im Nachkriegsdeutschland sind ebenso zu sehen wie die Garagenhöfe der 1950er/60er Jahre von Karsten Faltinski. Die Industrielandschaft der 1980er Jahre, gesehen und fotografiert von Matthias Gödde oder die Serie „Im Ruhrgebiet: wohnen und arbeiten“ von Dieter Schmidt zeigen einst alltägliche Ansichten. Eisenhart Keymeyer fotografierte das Unionsviertel, während Annette Jonak mit der Serie „Der Stand der Dinge. Bruckhausen #2 (2011 bis 2015)“ an das mittlerweile abgerissene Quartier in Duisburg erinnert. Auch Bernd Langmack thematisiert den Abriss von Wohnhäusern in Duisburg-Bruckhausen in der Serie „Denn nicht zum Wohnen bestimmt ist das Haus…“. Die Portraits besonderer Menschen aus diesem Stadtteil liefert fast maßgeschneidert Kurt Heuvens in der Serie „Heimat in Agonie“ dazu. Unter alten Postleitzahlen „4370“ und „4630“ widmen Tania Reinicke & Ekkehard-Bussenius ihre Bilder zwei Städten der Region. Dazwischen gibt es Natur zu entdecken, etwa in der „Ruhe nach dem Sturm“ bei Daniel Sadrowski oder auch in den “Birkenwäldchen des Ruhrgebiets“ durch die Linse von Joachim Schumacher. Die Serie von Rainer Bigge setzt sich mit Details in Flüchtlingsunterkünften auseinander, während die Serie „Status“ von Andreas Langfeld die Flüchtlingsproblematik aus anderer Sicht beleuchtet. Heiko Tiemann zeigt private Situationen in den Serien „Innenleben“, „Identität“ oder „Zufügung“ zwischen Hospitz und Förderschulen. Roman Zeschky nimmt schließlich die „Punklegenden einer Stadt – The Idiots“ ins Visier.

Im Internet unter www.pixelprojekt-ruhrgebiet.de ist die gesamte Bildsammlung zu sehen. Sie wird damit in diesem Jahr auf insgesamt mehr als 8.500 Fotografien in 456 Fotoserien wachsen.

Bis zum 17. September 2016 können die Bilder im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Munscheidstr. 14, montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr, samstags von 7.30 bis 17 Uhr, betrachtet werden, Der Eintritt zur Ausstellung und zur Eröffnung ist frei.

Pixelprojekt_Ruhrgebiet wird gefördert und möglich gemacht durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Sparkasse Gelsenkirchen, Stadt Gelsenkirchen, Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Gelsennet, Ruhr Museum, werkbund nrw, Kulturserver NRW, Förderverein Pixelprojekt_Ruhrgebiet, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.

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(c) Chargesheimer / Rheinisches Bildarchiv Köln, Aus der Serie "Im Ruhrgebiet"