Die Entwürfe für das erste zentrale Gebäude auf dem Gelände des künftigen Gelsenkirchener Bildungs- und Innovationscampus (BIC) sind bis einschließlich zum 17. September 2026 in der Arkade des Wissenschaftsparks zu sehen. Gezeigt werden die Wettbewerbsbeiträge der letzten Auswahlrunde auf Präsentationstafeln sowie Modelle von fünf Architekturbüros. Der Eintritt ist frei.
In das neue Gebäude, das so genannte Campus-Tor, soll als Hauptnutzer das Berufskolleg für Technik und Gestaltung (btg) einziehen. Das btg bereitet über 2.200 Schülerinnen und Schüler in Bereichen wie Ingenieurwesen, Medien und Design auf den Berufseinstieg und weitere Bildungsgänge vor. Die Schule pflegt enge Verbindungen zur Industrie und zum Handwerk und spielt eine zentrale Rolle für die regionale Fachkräfteentwicklung.
Neben dem btg sind weitere Nutzungen für das zentrale Campus-Gebäude geplant: Die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen will Räume mieten, zudem wird an neuen Angeboten wie einem Maker Space, einer Campus-Gastronomie sowie einem Kompetenzzentrum für berufliche Orientierung gearbeitet.
„Wir entwickeln mit diesem Gebäude das Tor zu einem künftigen Markenzeichen unserer Stadt, dem Gelsenkirchener Bildungs- und Innovationscampus“, erläuterte Andrea Henze bei der Vorstellung, die im Juni im Hans-Sachs-Haus stattfand. „Mit dem Campus erhöhen wir die Sichtbarkeit von beruflicher Bildung und Innovationsförderung und verbessern unser Angebot. Vor allem aber müssen wir heute sagen: Mit dem Bau des jetzt vorliegenden Siegerentwurfs setzen wir einen bedeutenden städtebaulichen Akzent.“
Die Stadt Gelsenkirchen hatte einen Architektur-Wettbewerb zur Umsetzung der ambitionierten Planungen ausgeschrieben. Über 40 Büros nahmen an dem Wettbewerb teil, aus dem schließlich nach einem mehrstufigen Verfahren C.F. Møller Architects mit Hauptsitz im dänischen Aarhus als Sieger hervorging.
Herzstück des von C.F. Møller Architects entworfenen Gebäudes soll ein offenes Erdgeschoss werden, das als zugänglicher „Anker“ in die Stadt und Stadtgesellschaft wirken soll. Hier wird es ein großzügiges Foyer geben, einen zentralen Campus-Treffpunkt für die Öffentlichkeit, aber auch Nutzungsflächen wie schulische Werkstätten. Das soll Begegnungen und Interaktionen zwischen Lernenden, Besucherinnen und Besuchern sowie externen Partnern ermöglichen.
Die vorgesehene Konstruktion des Neubaus basiert überwiegend auf einem Holz-Hybridsystem, das sowohl im Innenraum als auch in der Fassade sichtbar bleiben soll. Staffelartige Terrassen fügen sich harmonisch in das Stadt-Umfeld ein und schaffen zugleich zugängliche Außenräume. Balkone und begrünte Bereiche zur Förderung des gemeinsamen Lernens und sozialer Interaktionen sind ebenso vorgesehen.
Die Außenräume sollen durch grüne Inseln, bepflanzte Zonen und offene Wege in das Campusdesign integriert werden, um die Orientierung zu verbessern und die Gebäude miteinander zu verbinden. Werkstätten im Erdgeschoss werden so geplant, dass sie sich zu diesen Bereichen öffnen und flexible Nutzungen sowie eine stärkere Verbindung zwischen Campus und Stadt ermöglichen sollen.
> C.F. Møller Architects gehört zu den führenden Architekturbüros Skandinaviens und blickt auf ein Jahrhundert architektonischer Arbeit in der nordischen Region und international zurück. Das Büro verfügt über Standorte in Berlin, Aarhus, Kopenhagen, Aalborg, Oslo, Malmö, Stockholm und Göteborg sowie über umfassende Erfahrung in der Planung von Bildungs- und Gesundheitsbauten.
> www.gelsenkirchen.de/bildungscampus
(Quelle: Presseinformation der Stadt Gelsenkirchen, 09.07.2026)
