Berufsbildung für den Klimaschutz im internationalen Austausch

FIAP e.V. organisierte zweitägigen Erfahrungsaustausch mit Expert*innen aus Spanien, Griechenland und der Slowakei

Blick ins EnergyLab
Dr. Thorsten Balgar, Bereichsleiter Nachwuchsförderung bei der Wissenschaftspark Gelsenkirchen Projekte gGmbH (vorn), stellte den Teilnehmenden vor, wie das EnergyLab Schülerinnen und Schüler auf spannende technische Berufe im Bereich des Klimaschutzes aufmerksam macht.

Die Gäste im EnergyLab, dem Schülerlabor im Wissenschaftspark, waren diesmal etwas älter und von weiter her angereist, als sonst: Expertinnen und Experten in Sachen Berufsbildung aus Spanien, Griechenland und der Slowakei waren auf Einladung des FIAP e.V. zu Gast. Im Rahmen des EU-Projekts GreenVOCnet waren die Gäste zu einem zweitägigen Workshop nach Gelsenkirchen gekommen. Thema war die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Berufsbildung und Universitäten im Bereich von Technologien, die dabei helfen, CO2-Emissionen zu senken.

Im Wissenschaftspark war der Besuch des EnergyLabs ein Teil eines dicht gepackten Programms am Dienstag, 3. November. Die internationalen Gäste von Universitäten, Energieagenturen und Behörden hatten Gelegenheit, sich mit hiesigen Experten aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft über die Möglichkeiten von Wasserstoffnutzung und Energiewende auszutauschen. Wissenschaftspark-Geschäftsführer Wolfgang Jung stellte die Wasserstoffprojekte in der Stadt Gelsenkirchen vor. Anja Kirch und Lisa Brück vom Berufskolleg Technik und Gestaltung erläuterten, wie die Themen Wasserstoff und grüne Technologien im dualen Ausbildungssystem derzeit vermittelt werden.Timothy Johnstone von der IHK Nordwestfalen stellt die Brückenfunktion seiner Kammer zwischen Ausbildung und Wirtschaft vor und Jonathan Koenning von der Landesgesellschaft Energy4Climate.NRW informierte über die landesweiten Aktivitäten zur Förderung von Klimaschutztechnologien. 

Am Mittwoch, 4. November 2026, wurde das Programm mit einem Rundgang und zahlreichen Begegnungen an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen-Buer sowie mit einem Praxiseinblick zur dualen Ausbildung bei ZINQ Technologies im Klimahafen Gelsenkirchen fortgesetzt. 

> Das Projekt GreenVOCnetist Teil der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI). Die EUKI ist ein Projektfinanzierungsinstrument des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimapolitik (BMWK). Der EUKI-Wettbewerb für Projektideen wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt. Übergeordnetes Ziel der EUKI ist es, die Klimakooperation innerhalb der Europäischen Union (EU) zu fördern, um die Treibhausgasemissionen zu verringern.

GreenVOCnet baut direkt auf dem Vorgängerprojekt GreenTecLab auf und adressiert die identifizierten Herausforderungen: Zunehmender Fachkräftemangel und fehlende Expertise in innovativen grünen Technologien sind Hemmnisse für die Stärkung grüner Unternehmen und Start-ups sowie lokaler Märkte und blockieren somit den Fortschritt der grünen und sozialen Transition in allen beteiligten Partnerländern: Griechenland, Spanien und Slowakei.

 

   

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