Fotografisches Gedächtnis des Ruhrgebiets

"Pixelprojekt_Ruhrgebiet" ist eine ausgezeichnete Idee für die Stadt von morgen

Jürgen Fischer-Pass vom Regionalverband Ruhr spricht mit Peter Liedtke, Projektleiter von "Pixelprojekt_Ruhrgebiet", über die Relevanz von Bildern für die Stadtentwicklung im Ruhrgebiet

Im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2013/14 ist das „Pixelprojekt_Ruhrgebiet“ heute als einer von 100 Preisträgern ausgezeichnet worden. Zum Thema „Ideen finden Stadt“ liefert das Projekt eine überzeugende Antwort auf die Frage, wie sich der Strukturwandel in einer Region künstlerisch wertvoll dokumentieren lässt.

 

War das Ruhrgebiet früher von der Arbeit im Bergbau bestimmt, so sind es heute Kulturschaffende, Akademiker und Menschen aus allen Teilen der Erde, die das „Revier“ prägen. Wie hat der Strukturwandel die Städte in der Region verändert? Wie lebten die Menschen damals, wie leben sie heute? Unzählige Profi-Fotografien geben Antworten, werden jedoch häufig in Schubladen vergessen. Das „Pixelprojekt_Ruhrgebiet“ holt die Bilder ans Licht der Öffentlichkeit. Eine Fachjury wählt aus, was in der virtuellen Galerie und in Ausstellungen zu sehen ist. Und der Betrachter macht sich sein eigenes Bild vom Wandel.

 

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs gemeinsam Ideen und Projekte aus, die Lösungen für die Herausforderungen der Städte und Regionen von morgen bereithalten. Michael Stubenrauch, Marktgebietsleiter Privat- und Firmenkunden von der Deutschen Bank Ruhrgebiet/Münsterland, überreichte Peter Liedtke, Projektleiter von "Pixelprojekt_Ruhrgebiet", die Auszeichnung als „Ausgezeichneter Ort 2013/14“ und betonte: „Pixelprojekt legt uns das Ruhrgebiet optisch zu Füßen: So bekommen wir alle einen tiefen Einblick in alle prägenden Lebensbereiche um uns herum. Das schafft Transparenz und Nähe, motiviert aber auch, sich für unsere Region zu engagieren. Pixelprojekt hat das Potenzial, zu einem Aushängeschild zu werden.“

 

Peter Liedtke kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, ein ‚Ausgezeichneter Ort‘ im Land der Ideen zu sein und damit eine Lösung für das Leben in der Stadt von morgen aufzeigen zu können. Dank der unterschiedlichsten Blickwinkel deutscher sowie internationaler Fotografinnen und Fotografen auf das Ruhrgebiet ermöglicht das Projekt immer wieder neue Einblicke in unbekannte Milieus; Bekanntes neu zu sehen oder zu bewerten. Die Auszeichnung bedeutet für uns deshalb auch, eine Anerkennung unseres Projektes als Instrument für politische Entscheider. Nur wenn wir die Gegenwart kennen, können wir die richtigen Impulse für die Zukunft unserer Region setzen."

 

Unter www.pixelprojekt-ruhrgebiet.de findet man Fotografien zu den Themen Stadt, Soziales, Ökologie, Kultur, Produktion, und Sport. Darunter Serien zu historischen Autorennen vor Industriekulisse, zur Loveparade, zu Mikrotechnologie und Stahlproduktion, aber auch zu Taubenvätern und Campingplatzidyllen bis hin zu Prostitution und zur Stricherszene. Insgesamt sind hier fast 400 Fotoserien von rund 250 Fotografinnen und Fotografen und nahezu 7.000 Einzelbilder gespeichert. Dabei könnten die Aufnahmen nicht unterschiedlicher sein: Unter den Bildautoren befinden sich viele international renommierte Fotokünstler, Hochschullehrer, Stadt- und Zeitungsfotografen, in Ausbildung befindliche Newcomer und auch Amateure. Viele haben bereits wichtige Auszeichnungen für ihre Arbeiten erhalten. In diesem Zusammenkommen verschiedener Bildsprachen entsteht so Jahr für Jahr ein komplexes Gesamtbild der Metropole, das auch die jeweils aktuellen künstlerischen Entwicklungen des Mediums Fotografie spiegelt.

Mehr Informationen gibt es auf www.pixelprojekt-ruhrgebiet.de

 

(Auszug Pressemeldung vom 6. Dezember 2013)

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"Pixelprojekt legt uns das Ruhrgebiet optisch zu Füßen", betonte Michael Stubenrauch, Marktgebietsleiter der Deutschen Bank Ruhrgebiet/Münsterland

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