Dienstag, 29. März, bis Freitag, 22. April 2022

Ausstellung RIGA DEPORTATIONEN TATORTE ERINNERUNGSKULTUR

Wanderausstellung des Riga-Komittees - Aktive Erinnerungskultur in Gelsenkirchen

Die Wanderausstellung des Riga-Komittees „Riga: Deportationen – Tatorte – Erinnerungskultur“ ist bis zum 22. April im Wissenschaftspark Gelsenkirchen zu sehen.

Die Wanderausstellung des Riga-Komittees erinnert an die Deportationen in den Jahren 1941/42. Damals deportierten deutsche Dienststellen mehr als 25.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens aus ihren Heimatstädten nach Lettland. Dort wurden sie in den folgenden Monaten im Wald von Bikernieki bei Riga ermordet und in Massengräbern begraben. Das Gelsenkirchener Institut für Stadtgeschichte mit Sitz im Wissenschaftspark verfügt über umfangreiche Unterlagen, insbesondere die Daten Gelsenkirchener Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens, die am 27. Januar 1942 mit dem „Dortmunder Transport“ nach Riga deportiert wurden. Es handelte sich dabei um 353 Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener, darunter auch die Familie des Ehrenbürgers Kurt Neuwald. Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hatte 2007 beschlossen dem RIga-Komittee beizutreten. Es wurde im Mai 2000 von Städten, die seinerzeit Sammeltransporte nach Lettland zusammengestellt hatten und dem  Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.. gegründet.

Die Ausstellung wdmet sich auch den Erinnerungskulturen in den Mitgliedsstädten des Riga-Komitees. Elementarer Teil der Ausstellung sind unter anderem die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Wildenbruchplatz – hier haben Schalker die Geschichte des besonderen Gelsenkirchener Orts in vielen Stunden der gemeinsamen Projektarbeit aufgearbeitet.

> Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Wissenschaftsparks bis zum 22. April 2022 besucht werden. Der Eintritt ist frei.

> Zur Ausstellung ist eine Begleitbroschüre erschienen.

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