09.07.2019

Neue Mobilität für Unternehmen im Ruhrgebiet

Viele Handwerksbetriebe müssen zur Erbringung ihres Tagesgeschäftes mehr oder weniger weite Wege zurücklegen. Die Fahrt der Beschäftigten zum jeweiligen Einsatzort, der Transport von Material und nicht zuletzt der Besuch von Kunden und Lieferanten sind selbstverständliche Bestandteile des Geschäftsbetriebs und zählen damit zur „betrieblichen Mobilität“. Ein wesentlicher Anreiz für Betriebe, Maßnahmen zum Umweltschutz umzusetzen, ist im Allgemeinen der wirtschaftliche Aspekt. Die Treibstoffkosten stellen für viele Unternehmen einen erheblichen Kostenfaktor dar, sei es für den Lieferverkehr oder die Fahrten zum Erbringen von Dienstleistungen beim Kunden. Neben den Treibstoffkosten, ist die betriebliche Mobilität mit weiteren Kosten verbunden, wie Anschaffung bzw. Abschreibung von Fahrzeugen, Steuern, Versicherungsbeiträge, Wartungs- und Reparaturkosten, Personalkosten während der Fahrt, Kosten für Gebäude bzw. Flächen zum Unterstellen der Fahrzeuge und mobilitätsbedingte Verwaltungsaufwände.

Aber Mobilität verursacht auch einen großen Anteil von Schadstoffemissionen. Luftschadstoffe und auch Lärm belasten zunehmend unsere Städte. Erste Fahrverbote für Dieselfahrzeuge wurden bereits ausgesprochen und die Städte und Kommunen im Ruhrgebiet geraten zuneh­mend unter Druck. Daher ist es umso wichtiger, sich schnellstmöglich mit dem Mobilitäts­wandel im eigenen Betrieb zu beschäftigen.

Die Nutzung von sparsamen Fahrzeugen, z.B. mit alternativen Antrieben wie Elektroantrieben und Gasverbrennungsmotoren, ist ein populäres und oft genanntes Thema, wenn es um Ökologie und Mobilität geht. Die Antriebstechnik ist jedoch nur ein Aspekt. Entscheidend für den Schadstoffausstoß eines Betriebes ist vor allem der Mobilitätsbedarf. Sowohl die Vermeidung unnötiger Fahrten und Transporte als auch eine Optimierung der zurückgelegten Strecken sollten in jedem Betrieb angestrebt werden.

Auf der kostenfreien Veranstaltung „Neue Mobilität für Unternehmen im Ruhrgebiet“ am Dienstag, 9. Juli 2019 werden von 13 bis 18 Uhr im Wissenschaftspark Gelsenkirchen  Strategien und Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität in Vorträgen und einer begleitenden Ausstellung vorgestellt.

Elektro-, Brennstoffzellen- und Erdgas-Nutzfahrzeuge für unterschiedliche Anwendungsbereiche werden präsentiert, mit denen die Teilnehmer auch gerne durch eine Probefahrt eigene Erfahrungen sammeln können. Parallel dazu erhalten Sie Informationen, ob und wie Sie Ihren bestehenden Fuhrpark zukunftssicher nachrüsten können und welche Fördergelderdafür zur Verfügung stehen. Auch Lasten­räder/Cargobikes werden ausgestellt, die im innerstädtischen Transport eine kluge Alternative sein können. Darüber hinaus werden Lösungen für betriebliches Mobilitäts­management, Ladeinfrastruktursysteme, Stromerzeugungssysteme, Speichertechnologien usw. präsentiert.

> Anmeldungen erbeten per Mail an simone.enkrodt@hwk-muenster.de oder per Fax 0251 705-55-1314.

> Weitere Infos

 

 

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