Frische Luft für die Zeit nach Corona

Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen hat den großen Konferenzsaal saniert: Eine moderne Lüftungsanlage sorgt für fein regelbare klimatische Bedingungen

Stefan Eismann, Geschäftsführer Wissenschaftspark Gelsenkirchen GmbH, freut sich über die gelungene Modernisierung des Konferenzsaals. Foto: Wissenschaftspark / Jabs

 "Schon im vorigen Jahr hatten wir uns für größere Investitionen in den normalerweise voll ausgelasteten großen Konferenzsaal  entschieden. Jetzt sind wir froh, dass wir mit der Fertigstellung der Modernisieung auch für Post-Corona-Zeiten über eine hochmoderne Lüftungsanlage verfügen", sagt Stefan Eismann, Immobilien-Fachwirt und Geschäftsführer der Wissenschaftspark Gelsenkirchen GmbH. Heute wurde die letzte neue Teppich-Fliese verlegt und die Rund-um-Sanierung damit abgeschlossen.

Mit einem neuen schallschluckenden Teppichboden, einer festen Multimedia-Wand als Bühnenhintergrund und einer besonderen Lüftungsanlage ist der Konferenzraum nun für die Zukunft bestens aufgestellt. Herzstück der Modernisierung ist eine großzügige Lüftungsanlage, die rund 200 Personen mit vortemperierter Frischluft versorgt. "Ein System so genannter ,Düsenrohre' gewährleistet, dass die Zuluft zugfrei in den Raum eingebracht werden kann. Außerdem haben wir besonderen Wert auf eine sehr geringe Geräuschemission gelegt", erklärt Dipl.-Ing. Timo Schmoetten, Fachplaner des Ingenieurbüros Jäger Sauer Nolte aus Schwerte. Neben der zentralen Lüftungsanlage steht zusätzlich eine autarke Umluftkühlungsanlage zur Verfügung. Im Sommer kann diese die Raumtemperatur bis zu sechs Grad gegenüber der Außentemperatur absenken. Beide Anlagen funktionieren unabhängig voneinander.

"Als Haus, in dem Klimaschutz groß geschrieben wird, haben wir  sehr darauf geachtet, dass wir in eine maßgeschneiderte, flexibel steuerbare und energieeffiziente Anlage investieren. Gerade mit Blick auf sich zukünftig verschärfende Hygiene-Standards dürfte es nun sogar von besonderem Vorteil sein, dass wir die Lüftung als reine Zuluft von außen separat steuern können", freut sich Wolfgang Jung, der als Geschäftsführer für den Projekt- und Veranstaltungsbereich im Wissenschaftspark Gelsenkirchen zuständig ist. Bis bis zu 85 Prozent der Energie aus der Abluft gewinnt die Anlage über einen Wärmetauscher zurück.

Was nun noch fehlt, sind die Besucher*innen. Denn noch ist der Wissenschaftspark wegen der Pandemie für die Öffentlichkeit gesperrt. "Auch wenn der wirkliche Hochsommer-Härtetest mit 200 Personen wohl erst in 2021 absolviert werden kann, werden bald die ersten kleineren Veranstaltungen, beispielsweise Prüfungen mit Abständen und wenig Interaktion, im frisch belüfteten Konferenzsaal stattfinden können", ist das Geschäftsführer-Duo des Wissenschaftsparks zuversichtlich.

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Zwischen zwei Säulen wurde ein fester Bühnenhintergrund eingebaut, der flexibel mit zwei Beamern für Projektionen genutzt werden kann. Foto: Wissenschaftspark / Jabs
Bestuhlung Corona-Style: Wo normalerweise 200 Gäste in einer Reihenbestuhlung Platz nehmen könnten, stehen jetzt 20 Stühle - mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand. Foto: Wissenschaftspark / Jabs
Zugluftfreie Belüftung über "Düsenrohre": selbst diese Pusteblume hat mit der voll aufgedrehten Zuluft kein Problem. Foto: Wissenschaftspark / Jabs

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