Kommunalpolitische Hebel und mehr Reichweite für junge Klimaschutz-Aktivist*innen

Wissenschaftspark und FES organisierten Projektwerkstatt für FFF-Aktivisten

Bei der Projektwerkstatt „Mein Veedel, mein Kiez, mein Quartier“ mischte sich auch Friedrich Ebert - als Pappfigur - unter die Jugendlichen.

Kommunalpolitik ist für viele Jugendlichen vielleicht etwas Fernes, Ödes, Fremdes. Sich einzubringen für die eigene Stadt allerdings liegt oft näher als gedacht, vor allem wenn man dort mit konkreten Aktionen sichtbar etwas bewirken kann. Elf junge Menschen aus Gelsenkirchen, viele davon mit der Fridays for Future-Bewegung verbunden, sehen das anders. Sie nahmen am Freitag und Samstag, 6./7. März im Wissenschaftspark Gelsenkirchen an einer Projektwerkstatt des Forum Jugend und Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung  teil. In diesem Crash-Kurs erfuhren Sie, wer worüber eigentlich in der Stadt entscheidet und wie sie ihre Anliegen rund um kommunale Klimapolitik, beispielsweise rund um Mobilität, Gebäude, Schulen, Recycling, mit konkreten Aktionen dort einbringen können. "Unsere Bewegung stellt sich die Frage ist, wie kann man Dinge verstetigen. Dafür ist es superwichtig, dass wir unser Engagement auf kommunaler Ebene pushen", sagte ein FFF-Aktivist. Unter der Leitung von Philipp Lehmann, Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung, entwickelten die Jugendlichen eine ganze Reihe konkrete Pläne für die Zukunft. "Wir haben gelernt, dass wir für Erfolgserlebnisse realistische Teilziele brauchen", war die Devise. In der Öffentlichkeitsarbeit geht es den Jugendlichen nun zunächst einmal darum, ihre "Reichweite zu erhöhen". Neben den sozialen Medien und den gedruckten "Altmedien" wollen die jungen Klimaaktivisten zukünftig auch stärker auf direkte Kontakte und Gespräche mit Menschen aller Altersgruppen sprechen. Dazu wurden Stände auf Messen oder Veranstaltungen geplant. Bestehende Kooperationen, zum Beispiel mit den Parents-for-Future oder dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub sollen verstärkt werden. Lebhaft diskutiert wurde über Forderungen wie den Bau von mehr Fahrradwegen ("Drei Kilometer im Jahr ist viel zu wenig"), günstigere Tickets im  Nahverkehr und mehr Grün statt Beton in den Innenstädten. Und weil ein Brief an ein Unternehmen mit der Bitte, doch zukünftig Ökostrom statt Graustrom einzusetzen, unbeantwortet blieb, soll nun ein Gespräch darüber mit Kommunalpolitikern vereinbart werden. "Wir sind froh, dass wir frühzeitig den Kontakt mit den Jugendlichen von Fridays for Future gesucht haben und nun diesen Workshop ausrichten konnten", sagt Dr. Sabine Rickelt, Projektmanagerin im Wissenschaftspark.

 > Infos und Kontakt: facebook.com/FfFGE/ und Instagram.com/fridaysforfuture.ge/

 

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