Der Wissenschaftspark: Seit 25 Jahren eine Erfolgsgeschichte

Ein Symbol des Aufbruchs und des Wandels: Auch die Virtuelle Jubiläumsfeier mit vielen Videobotschaften ist geprägt von Zuversicht

Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Symbol des Aufbruchs und des Wandels in der Metropole Ruhr - seit 25 Jahren. Foto: Wissenschaftspark/Jabs

Auch das 25-jährige Bestehen des Wissenschaftsparks muss wegen Corona anders begangen werden als dies ursprünglich geplant war, nämlich virtuell. In einem Video führen die beiden Geschäftsführer des Gelsenkirchener Wissenschaftsparks durch das preisgekrönte Gebäude. In Videostatements gratulieren der Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Gelsenkirchens Oberbürgermeisters Frank Baranowski, der amtierende  Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Christopher Schmitt und sein Vorgänger, der ehemalige Gelsenkirchener Stadtdirektor Eberhard Bergjohann zum Jubiläum. Bergjohann ist einer der Gründerväter des Wissenschaftsparks.  Auch viele langjährige Mieter haben Videobotschaften zum Jubiläum beigesteuert. 

„Es ist schade, dass das 25-jährige Bestehen des Wissenschaftsparks so ganz anders begangen werden muss, als wir es uns alle gewünscht haben. Doch irgendwie passt es auch ganz gut zu seiner Geschichte. Schließlich musste der Wissenschaftspark immer wieder auf neue Entwicklungen und Herausforderungen reagieren und hat selbst immer wieder neue Entwicklungen vorangetrieben“, blickt Oberbürgermeister Frank Baranowski zurück. Der Wissenschaftspark, so der Oberbürgermeister weiter, sei auch nach 25 Jahren das, was er als Leitprojekt der Internationalen Bauausstellung Emscherpark war: ein Symbol des Aufbruchs und des Wandels. „Regenerativen Energien waren ein Leitthema des Wissenschaftsparks vor 25 Jahren, wegweisend die Solaranlage auf dem Dach dieses futuristischen Gebäudes. Heute deckt der Wissenschaftspark ein breites Spektrum ab. Klima- und Energie, Design oder auch der Gesundheitssektor gehören dazu, und es wird an der Zukunft der Arbeit, der Stadt sowie an der Sicherheit im Digitalen gearbeitet“, stellt der Oberbürgermeister fest. Dies sei eine gute Basis, um gemeinsam mit der Wirtschafsförderung für Impulse zu sorgen und den Aufbau von Arbeitsplätzen voranzutreiben.

„Nicht zuletzt deswegen hat auch unsere Wirtschaftsförderung ihren Sitz in diesem Gebäude“, ergänzt Stadtrat und Wirtschaftsförderungsdezernent Dr. Christopher Schmitt. Hand in Hand würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung und das Team des Wissenschaftsparks zusammenarbeiten, um gemeinsam die Aufgaben eines erfolgreichen Strukturwandels zu bewältigen. „Im engen Schulterschluss  wird die bestehende Profilierung des Wissenschaftsparks sowohl mit Unternehmen als auch durch das Angebot einer Vielzahl von Projekten und Veranstaltungen in den Leitmärkten Energiewirtschaft, Klimawandel und der Gesundheitswirtschaft weiterentwickelt und geschärft“, gibt Dr. Schmitt einen Ausblick in die Zukunft und verweist auf die in jüngerer Zeit erreichten Ansiedlungen innovativer Digital-Startups. Als Beispiele aus dem direkten Umfeld des Wissenschaftsparks nennt er XignSys und Aware7, die an der Sicherheit im Internet  arbeiten.

Oberbürgermeister Frank Baranowski und Stadtrat Dr. Christopher Schmitt sehen in der engen Zusammenarbeit zwischen dem Wissenschaftspark und innovativen Digital-Startups die Chance für Gelsenkirchen einen Informationstechnologie-Cluster aufzubauen, der weitere neue Jobs und zukunftsweisende Impulse für die Entwicklung der „Vernetzten Stadt" mit sich bringt.

„Die Transformation von einem Gussstahlwerk hin zu einem modernen und attraktiven Bürostandort ist dem Wissenschaftspark gelungen“, stellt Stefan Eismann, der als Geschäftsführer des Wissenschaftsparks für das Immobiliengeschäft besonders verantwortlich ist.  „Der städtebauliche Impuls des prämierten Gebäudes ist für den Standort Ückendorf auch heute noch prägend. Von der wegweisenden Entscheidung zum Bau des Wissenschaftsparks profitieren wir noch heute und sind stolz auf eine Reihe von treuen und langjährigen Mieterinnen und Mietern sowie etablierten Unternehmen, die den Wissenschaftspark zu dem gemacht haben, was er heute ist“, sagt Eismann, der sich zudem über neue Mieter, wie beispielsweise das Startup AWARE7 freut.

Da der Wissenschaftspark derzeit so gut wie ausgebucht ist, hat Eismann Ende vorigen Jahres Pläne für einen Erweiterungsbau aus den Archiven geholt. Schon der damalige Architekt des Wissenschaftsparks, Uwe Kiessler, hatte einen Rundbau am südlichen Ende der 300 Meter langen Glasarkade vorgesehen. Jetzt haben seine Nachfolger, die kiessler architekten gmbh, München, im Auftrag des Wissenschaftsparks eine Machbarkeitsstudie für eine moderne Neuauflage auf Basis des schon damals kühnen Entwurfs vorgelegt. 6.000 Quadratmeter Bürofläche könnten hier entstehen. „Für uns ist die Machbarkeitsstudie zunächst erst einmal eine wichtige Vision. Damit gehen wir jetzt auf den Markt und suchen neue Ankermieter“, erklärt Eismann die Strategie. Sobald absehbar sei, dass 60 Prozent der Fläche vermietet werden können, gehe das Projekt in die nächste Runde.

„Der Wissenschaftspark war und ist nicht nur ein starkes Architektursymbol sondern immer auch selbst ein Akteur im Strukturwandel“, betont Wolfgang Jung, der im Geschäftsführer-Duo des Wissenschaftsparks das Veranstaltungs-  und Projektgeschäft verantwortet. „Die Strategie, gemeinsam mit den Mietern immer wieder auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren und diese in Zukunftskonzepte, Pilotprojekte und letztlich neue Unternehmen umzumünzen, habe sich gut bewährt – egal ob es um die Energiewende, die alternde Gesellschaft, die Sozial- und Gesundheitswirtschaft, um Internetsicherheit, Stadtentwicklung oder die Förderung des technischen Nachwuchses geht“, sagt Jung. Nicht zuletzt habe auch der ohnehin bereits hohe Digitalisierungsgrad im Wissenschaftspark dazu beigetragen, dass die Corona-Krise die Arbeitsfähigkeit der einzelnen Akteure nur wenig beeinträchtigt habe. Wie auch an den Meldungen auf der neuen Webseite des Wissenschaftsparks zu sehen ist, wurde trotz und mitunter auch sogar wegen der Corona-Krise im Wissenschaftspark und in angeschlossenen Homeoffices fast unterbrechungsfrei gearbeitet. Bei der Bewältigung der Corona-Krise profitierte das Veranstaltungsgeschäft sogar davon, mit dem RCS-Center einen  ausgewiesenen Experten für Hygiene-Konzepte im Haus zu haben: „Dank guter Beratung durch Herrn Handke konnten wir schnell wieder Räume für kleinere Seminare und Prüfungen bereitstellen“, sagt Jung. 

Für die Jubiläumsveranstaltung, die ursprünglich Mitte Mai geplant war, kamen letztlich jedoch auch die besten Hygiene-Konzept zu spät. „Wir haben die Krise als Chance genutzt. Ein neues Imagevideo hätten wir ohnehin gebraucht. Jetzt haben wir einfach etwas mehr filmen lassen und können nun unsere Besucher auf einen blitzschnellen Fünf-Minuten-Rundgang  einladen, der in alle Ecken des Wissenschaftsparks – bis hin zum Keller und aufs Dach – führt“, sagt Eismann. „Auch haben wir  die Menschen, die wir auf der Veranstaltung zur Podiumsdiskussion eingeladen hätten, gleich mit interviewt. Die vielen Videobotschaften zur Zukunft von Klima & Energie, Quartiersentwicklung, Arbeit, Internetsicherheit, Designs und Reproduktionsmedizin aus unserem Haus, zeigen, dass uns die Themen auch in den nächsten 25 Jahren nicht ausgehen werden“, ergänzt Wolfgang Jung.

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