06.11.2003 bis 09.01.2004

6. November 2003 bis 9. Januar 2004

Woran das Herz hängt

Wolfgang Schneider

Kunstausstellung im Wissenschaftspark

„Das Ziel der Fotoausstellung wäre erreicht, wenn wir unsere nähere und weitere Heimat unvoreingenommen mit interessierten und offenen Augen sehen würden.“, erklärte zu Beginn der Ausstellung Kunstkurator Horst Stevenson, der unter dem Motto „Liebenswertes und Typisches zwischen Rhein und Emscher“ im Auftrag von Wissenschaftspark und Institut Arbeit und Technik in den Mittelpunkt rückte,  "was uns am Herzen liegt“.

Gezeigt wurden die Fotografien von Karl Kaspers, der besonders gern in Großstädten wie New York, Paris und London fotografiert, aber darüber seine Heimatstadt Düsseldorf nicht vergisst, und mit Bildern von der Kirmes, vom japanischen Feuerwerk vom Fernsehturm oder den Gehry-Bauten, aber auch von Konigsallee oder Graffittis im Stadtteil Flingern, nach Gelsenkirchen kam. Bewusst wurden diesen Fotos aus der Landeshauptstadt Bilder aus dem Ruhrgebiet gegenübergestellt. Außerhalb des Ruhrgebiets denkt man dabei immer noch an imposante Industrielandschaften. Elisabeth Gedeon zeigte Bilder aus Gelsenkirchen das Gegenteil bewiesen. Auch in Gelsenkirchen gibt es idyllische Parks, Schlösser, ehrwürdige Kirchen, den Weihnachtsmarkt, schöne Bürgerhäuser und markante moderne Bauwerke. Der Dritte im Bunde war Wolfgang Schneider aus Duisburg, der seinen Blick nicht mehr auf eine bestimmte Stadt des Ruhrgebiets richtete, sondern auf ein Detail, das es im ganzen Ruhrgebiet 18.000mal gibt, nämlich die Trinkhallen. 1976 fotografierte er als Semesterarbeit für sein Kunststudium erstmals Trinkhallen- ein  Motiv , das ihn nicht losgelassen hat. Inzwischen hat er wohl mehr als 1000Aufnahmen von Trinkhallen im Ruhrgebiet gemacht. Ihn interessieren insbesondere ihre Architektur, ihre Umgebung und die Menschen, die ihre Kunden sind, aber auch ihre geschichtliche Entwicklung und ihre Bedeutung als Kulturfaktor.

Kurator: Horst Stevenson

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Karl Kaspers
Elisabeth Gedeon