
Hibernia: die erste fördernde Zeche Gelsenkirchens

Zeche Nordstern, Schacht I/II, Steiger und Bergleute der 8. Sohle zum Beginn des Abbaus 1897

William Thomas Mulvany, irischer Industriepionier, Zechengründer und Vertreter schwerindustrieller Interessen

"Bergfremd(e)" im Eingangsbereich des Wissenschaftsparks
Ausstellung im Projekt „Fremd(e) im Revier?“
Eine Initiative der Archive im Ruhrgebiet im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010
Eröffnung, 6. Juni, 11.00 Uhr, im Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Die Ausstellung des Montanhistorischen Dokumentationszentrums des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und des Instituts für Stadtgeschichte Gelsenkirchen verdeutlicht die Relevanz ausländischer Arbeitskräfte, aber auch ausländischer Unternehmer, Ingenieure und Investoren für die Entwicklung des Ruhrbergbaus als einer der Kernindustrien des Ruhrgebietes im 19. und 20. Jahrhundert. Dabei werden die Bemühungen des Ruhrbergbaus um die Anwerbung dieser Arbeitskräfte ebenso wie die Integration der häufig bergfremden Arbeitskräfte in den Bergbaubetrieb aufgegriffen. Die Schilderung der historischen Entwicklungslinien wird anhand lokaler und individual-biographischer Beispiele vertieft.
Entlang der historischen Entwicklung sind folgende Themenschwerpunkte vorgesehen:
1) Unternehmer, Finanziers und Ingenieure aus Europa - Zur Relevanz von Ausländern für den Take Off und die Expansion des Ruhrbergbaus im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts
2) Die Ruhrpolen - Anwerbung und Zuwanderung polnischer Arbeitskräfte im 19. und 20. Jahrhundert und die Expansion des Ruhrbergbaus
3) Fremd- und Zwangsarbeiter im Ruhrbergbau im Ersten und im Zweiten Weltkrieg
4) Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Gastarbeiter - Kriegsflüchtlinge und ausländische Arbeitskräfte im Ruhrbergbau seit 1945