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Ries, Volker

DEGEWO

Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues
gemeinnützige Aktiengesellschaft



Beschreibung des Bauvorhabens

Standort des Vorhabens

Stralsunder Str. 1-5 und Ruppiner Str. 29-30 in 13355 Berlin-Wedding
137 Wohneinheiten

BaumaßnahmenErneuerung der bestehenden Kesselanlage (Einsatz von Brennwerttechnik)
Umstellung von Heizöl auf Erdgas
Installation einer Solaranlage für Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
Erneuerung der Warmwasserstation
Dämmung der Rohrleitungen und Ventile gemäß EnEV
Instandsetzung des Daches mit zusätzlicher WärmedämmungSolartechnikKollektorfeldEs wurde eine Kollektorfläche von 164 m⊃2; installiert. Dazu wurden 20 Stück Großflächen-kollektoren mit je 8,2 m⊃2; Absorberfläche auf dem Dach aufgestellt. Dabei handelt es sich um Hochleistungsflachkollektoren mit korrosions- und witterungsbeständigem Aluminiumrahmen als Einheit. Der Kollektor enthält einen großflächigen Kupfer-Platinenabsorber mit hochselektiver, extrem alterungsbeständiger und umweltfreundlicher Vakuum-Beschichtung.
Die im Kollektorfeld gewonnene Solarenergie wird über Rohrleitungen in die Heizzentrale in der Stralsunder Str. 1 transportiert. Heizzentrale mit Brennwertkessel, Solarkompaktstation, Solarpufferspeichern, RegelungDie Solarenergie wird in der Solarkompaktstation in die Warmwasserbereitung, die Heizungsunterstützung und wenn entsprechende Überschüsse vorhanden sind in „Solare Pufferspeicher“ eingeladen. Die hier bevorratete Energie kann dann außerhalb der Sonnenscheinzeiten in die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung eingespeist werden.
Die Solaranlage, die Warmwasserbereitung, die Raumheizung und der Brennwertkessel werden über einen zentralen Regler angesteuert, so dass neben den Energieeinsparungen durch die Solaranlage bei diesem System noch weitere Einsparpotentiale im konventionellen Betrieb des Brennwertkessels durch Nutzung von Synergieeffekten erschlossen werden.
Die Entkeimung der Warmwasserbereitung kann neben der konventionellen über eine so genannte „Thermosolare Legionellenschaltung“ erfolgen, bei der erhebliche Mengen Primärenergie eingespart werden. Die Solaranlage deckt je nach Verbrauch 25 – 35 % des Warmwasserbedarfs und 3 – 5% des Bedarfs für Raumheizung. HeizungEs erfolgte eine Umstellung von Öl- auf Gasversorgung. Zusätzlich zum vorhandenen Nieder-temperaturkessel wurde im Zusammenhang mit der thermischen Solaranlage der zweite (ältere) Niedertemperaturkessel durch einen Brennwertkessel für die zentrale Heizungsanlage und Warmwasserbereitung ersetzt. Der verbleibende Niedertemperaturkessel wird nur in Spitzenlastzeiten bei Bedarf zugeschaltet.

Bei der Berechnung nach der aktuellen Energieeinsparverordnung ergeben sich für die geplante Maßnahme folgende Kennzahlen:
Warmwasser (Q TW,E) Heizung (Q H,E) Summe

Wärmeverbrauch
Vor Sanierung: 348.250 kWh/a 1.173.873 kWh/a 1.522.123 kWh/a
Nach Sanierung: 137.236 kWh/a 811.806 kWh/a 949.042 kWh/a

Einsparung: 61 % 31 % 38 %

CO2 – Ausstoß

Vor Sanierung: 160.195 kg/a 539.982 kg/a 700.177 kg/a
Nach Sanierung: 34.309 kg/a 202.952 kg/a 237.261 kg/a

Einsparung: 79 % 62 % 66 %

Links zum Projekt: Stralsunder Str. 1

www.degewo.de/aktuell/solarkonzept.html

www.parabel-solar.de/referenzen/index.htm

www.soltherm.info/_wcms_editor/front_content.php?idcat=11

Rehfeld, Dieter / Rösener, Monika

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