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Heisler, Edgar
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15 Jahre REN-Programm in NRW.....die Erfolgsstory
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Jedoch: Regionale Nachfrage nach den Fördermitteln sehr unterschiedlich
Wind, Wasser, Sonne und Biomasse um die wichtigsten erneuerbaren Energiequellen der Sonne zu nennen, stellen unbestritten zukünftig unsere größten und umweltfreundlichsten Energiequellen dar. Gleichzeitig ist der rationale und effiziente Umgang mit dem Faktor Energie unerlässlich. Nur so lassen sich die uns die spürbar werdenden Klimaver-änderungen bremsen.
Das globale Denken muss einhergehen mit lokalem Handeln.
Die CO2-neutralen und dezentralen Energieerzeugungsarten werden von der nordrhein-westfälische Landesregierung bereits seit 1987 gefördert. Niemand konnte damals ahnen, welche Dimensionen und welchen Zuspruch dieses REN-Förderprogramm ( REN steht für „Rationelle Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen“) finden würde. Aufgeteilt ist das REN-Programm im Wesentlichen in zwei Bereiche: 1. Das Demonstrationsprogramm, welches innovative Techniken und Anwendungen fördert (Zuständig ist neuerdings dafür die Bezirksregierung Arnsberg mit ihrer Außenstelle in Dortmund, ehemals Landesoberbergamt, Dortmund). 2. Das Breitenprogramm, welches vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen NRW, ehemals Landesinstitut für Bauwesen, betreut wird. Ziel der Breitenförderung ist die Markteinführung entsprechender Technologien, damit durch serielle Fertigung die Anlagenpreise sinken. Gefördert werden hier Solarkollektoranlagen, Photovoltaikanlagen, Wasserkraftanlagen, Wohnungslüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Biomasse- und Biogasanlagen, um nur die wichtigsten Fördergegenstände zu nennen. Allein in den letzten beiden Jahren gab es hierfür finanzielle Unterstützungen für rd. 4.000 bzw.4.600 Anlagen. In diesem Jahr konnten u.a. 650 Solarkollektoranlagen und 3.200 Photovoltaikanlagen gefördert werden. Von 1987 bis heute wurden mit Hilfe des REN-Breitenprogrammes insgesamt 46.000 Projekte bezuschusst. Das Land hat für diese
umweltfreundlichen Energieerzeuger seitdem rund 670 Mio. Euro zu Verfügung bereitgestellt. Diese Zuschüsse zogen weitere Investitionen in Höhe von fast 2,5 Mrd. Euro nach sich. Die häufigste Förderung ging in die rund 26.000 Solarkollektoranlagen mit rund 180.000m2 Kollektorfläche, immerhin so groß wie 26 Fußballfelder. Mit umgerechnet ca. 91 Fußballfeldern an zweiter Stelle stehend wurden rund 11.000 Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von ca. 65.000 kWp. gefördert. Erfreulicherweise sind die Anlagenpreise auch durch die Nachfrageankurbelung durch das REN-Programm ständig gesunken. Gerade dies ist wichtig, um gegenüber den fossilen Energieträgern konkurrenzfähiger zu werden. Volkswirtschaftlich betrachtet wären die Erneuerbaren wg. ihrer fehlenden Emissionen schon längst wettbewerbsfähig, gäbe es nicht das verzerrte Preisgefüge der konventionellen Energieträger.
Die Resultate des REN-Programms belegen die breite Akzeptanz, über alle Bevölkerungskreise hinweg, in diese längst ausgereiften Techniken zu investieren, und den kostenlosen Energielieferanten Sonne zu nutzen. Allerdings sind deutliche regionale Unterschiede in der Verbreitung festzustellen. Die Anzahl von Solar- und Photovoltaikanlagen ist im ländlichen Raum wesentlich größer als in den Ballungszentren. Dies macht sich auch im Ruhrgebiet bemerkbar.
Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Die größte Ursache liegt sicher in der geringeren Eigentumsquote, d. h. eigene vier Wände zu Mietflächen. Sie ist in den Ballungszentren natürlich deutlich niedriger als außerhalb. Auch spielt die sozioökonomische Struktur eine Rolle. Die verfügbaren Einkommen und die Arbeitslosenquote unterscheiden sich vom ländlichen Raum. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel: Dort, wo zusätzlich eine kommunale Förderung winkt, ist eine deutlich höhere Nachfrage festzustellen.
Eine weitere Kontinuität und Fortschreibung des REN-Programmes ist erforderlich. Viele der neu entstandenen rund 15.000 Arbeitsplätze in NRW bei den zum Teil im Aufbau befindlichen rund 2.100 Unternehmen oder Unternehmenserweiterungen sind sonst in Gefahr. Schließlich geht es um einen Jahresumsatz von ca. 3 Mrd. Euro.
Bundesweit erwirtschaften rd. 130.000 Beschäftigte einen Jahresumsatz von ca. 8,2 Mrd. Euro. Allein der Vergleich zeigt, dass NRW eine Spitzenposition bei den Zukunftstechnologien einnimmt.
NRW, als bisheriges Energiezentrum dem strukturellen Wandel unterworfen, soll zukünftig, laut nordrhein-westfälischer Landesregierung, in Deutschland die Nr.1 beim Einsatz der regenerativen Energien werden. Das Engagement der Landesregierung spiegelt sich deshalb auch in der Höhe der Mittel für das REN-Programm wieder: Trotz bekanntermaßen schwierigster finanzieller Spielräume des Landes wurden für dieses Jahr rd. 18 Mio. Euro für die schon genannten Fördergegenstände zur Verfügung gestellt. Leider reichten diese Mittel nicht aus, um der stetig steigenden Nachfrage gerecht zu werden. In diesem Jahr wurden insgesamt rd. 8.000 Anträge bei der Bewilligungstelle gestellt. Nur jeder zweite Antrag konnte davon bewilligt werden. Im Vergleich zu anderen Bundesländern kann sich NRW mit rund 1,--Euro Fördermittel pro Einwohner sehen lassen. Die allermeisten Länder haben sich schon lange aus der Förderung der Erneuerbaren Energien zurückgezogen, obwohl jede installierte Anlage dazu beiträgt, die ökologisch notwendige Umgestaltung der Energieerzeugung aktiv voranzutreiben. Sonnenenergie gibt es ja schließlich im Überfluss. Nutzen wir sie geschickt!
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Hassmann, Klaus / Herzmann, Albert
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