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Fischedick, Manfred
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Dr.- Ing. Manfred Fischedick
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH Döppersberg 19 D 42103 Germany Manfred.Fischedick@wupperinst.org
Zukunftsenergien in Nordrhein Westfalen: Technologiepotenziale und Zukunftsszenarien (Präsentation: Download) [3.567 KB]
Kurzfassung
Die Energiewirtschaft steht national und global vor großen Herausforderungen. Dies gilt hinsichtlich der Anforderungen, die sich aus den internationalen Klimaschutzvereinbarungen ergeben ebenso wie etwa für Fragen der Versorgungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und der Risikominimierung. In vielen Bereichen besteht ein erheblicher Investitionsbedarf (z. B. Ertüchtigung und Erneuerung des Kraftwerksparks und der Stromtransportsysteme, Erschließung von neuen Erdgasfeldern). Dies eröffnet die Chance, mit neuen Technologien zusätzliche Märkte zu erschließen (heimische Märkte, Export) und positive Beschäftigungsimpulse zu setzen.
Um in der heute, durch hohe Unsicherheiten geprägten Marktphase (Entwicklung der energiepolitischen Rahmenbedingungen, Energieträgerpreise etc.) Entscheidungen treffen zu können, ist eine detaillierte Analyse der Entwicklungsperspektiven des Energiesystems notwendig. Im Rahmen einer für das Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung (MVEL) durchgeführten Untersuchung „Der Beitrag regenerativer Energien und rationeller Energienutzung zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes“ ist vor diesem Hintergrund der Versuch gemacht worden, robuste Entwicklungspfade zu identifizieren und daraus Technologie- und Marktpotenziale für NRW abzuleiten. Im Sinne eines Gegenstromverfahrens wurden dabei die technologischen Möglichkeiten (technology push) an den maßgeblichen Erfordernissen des Energiesystems (demand pull) gespiegelt, wodurch auf der einen Seite nur wirklich marktförmige Technologien identifiziert wurden, auf der anderen Seite aber auch noch bestehende Entwicklungslücken aufgezeigt werden konnten.
In Bezug auf die Entwicklungsperspektiven des Energiesystem liefert die von der Enquête-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und Liberalisierung“ durchgeführte umfassende Szenarioanalyse einen guten Ausgangspunkt. Vergleicht man die von unterschiedlichen Randbedingungen und abweichenden Zielsetzungen ausgehenden Szenarien miteinander, lassen sich neben einer Reihe von Abweichungen auch vielfältige Gemeinsamkeiten ableiten, die als robuste Zukunftspfade wesentliche Erkenntnisse für den Aufbau neuer Märkte bereitstellen können. Globale Energieszenariovergleiche, wie sie beispielsweise vom IIASA (International Institute for Applied System Analysis) durchgeführt worden sind, komplettieren diese Analysen.
Neben der Verbesserung der Energieeffizienz bei Nutzung und Bereitstellung von Energie und dem Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien gehört auch die verstärkte Zuwendung zu dezentralen Erzeugungstechnologien (z. B. Brennstoffzelle, Mikro-Gasturbine) zu den robusten Ergebnissen dieser Untersuchungen. Insgesamt lassen sich in diesem Sinne unter dem speziellen Blickwinkel des Landes NRW neun Einzeltechnologien und fünf zu Systemlösungen verbundenen Technologiecluster als zukunftsfähig identifizieren. Als wesentliche Kriterien für die Auswahl sind dabei neben der Robustheit des potenziellen Marktes, vor allem die strategische Bedeutung für das Land NRW, der Stand der Technik (Entwicklungsstand) sowie die diesbezügliche Position des Landes (know how) berücksichtigt worden.
In der Präsentation werden die identifizierten Technologiefelder benannt und an Beispielen aufgezeigt, welche Ansatzpunkte das Land heute schon verfolgt, wo aber auch darüber hinaus noch zusätzliche Ansatzpunkte bestehen.
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Falk, Helwig / Gassner, Holger
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