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Eiling, Hermann
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Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster
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Zukunftsenergien: eine Herausforderung für die Aus- und Weiterbildung im Handwerk
Das Handwerk als ausgeprägt personalintensiver Wirtschaftsbereich ist darauf angewiesen, seine Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft durch eine zukunftsgerichtete Aus-, Fort- und Weiterbildung zu gewährleisten. Sämtliche Bildungsmaßnahmen machen jedoch nur dann Sinn, wenn die erworbenen Kenntnisse sofort oder in absehbarer Zukunft in der praktischen Tätigkeit eingesetzt werden können.
Daher ist zu prüfen, inwieweit die Zukunftsenergien schon heute Marktrelevanz entwickelt haben. Derzeit dominiert noch in sehr starkem Maße die Modernisierung bestehender Heizungsanlagen das Geschäft des Heizungsbaues. Dahingegen erholt sich die Kraft-Wärme Koppelung nur langsam von dem durch die Marktliberalisierung ausgelösten Nachfrageeinbruch. Die Solarthermie, die Windenergie und auch die Holzpelletanlagen haben schließlich noch keinen sehr breiten Marktzugang gefunden und beschäftigen daher nur einen kleinen, aber innovativen Teil der Branche.
Von deutlich wachsender Bedeutung sind die Modernisierung und Sanierung von Gebäuden, bei denen im Rahmen ganzheitlicher Ansätze die Energieeinsparung und Effizienzsteigerung der Wärmegewinnungsanlagen eine Rolle spielen.
Angesichts dieser Marktsituation ist die Befassung des Handwerks mit allen Zukunftsenergien in der handwerklichen Bildung unabdingbar, hat aber derzeit in einigen Bereichen noch den Charakter einer Bildungsinvestition in eine noch nicht gänzlich sichere Zukunft. Dem Handwerk eröffnet sich aber die Chance, bei der zunehmend komplizierter werdenden Technik eine wichtige Moderatorenrolle zwischen der herstellenden Industrie und den Endkunden zu spielen.
Bildungsziel der Grundausbildung (Lehre) muss es daher sein, eine umfassende Kenntnis über alle Formen des Heizungsbaues inklusive des Einsatzes der Zukunftsenergien zu erlangen und dabei auch eine hinreichende Beratungskompetenz für die Anlagenbedienung zu entwickeln. Gerade Letzteres ist aber noch entwicklungsbedürftig.
In der Weiterbildung (Meisterschule) müssen neben dem umfänglichen technischen Wissen auch die Planungs-, Koordinierungs- und Beratungskompetenz gestärkt werden. Auch die Einbindung der Energietechnik in angelagerte technische Bereiche ist zu intensivieren, um Handwerker verstärkt in die Lage zu versetzen, über Kooperationen ganzheitliche Lösungsansätze für Immobilien aller Art zu finden. Die Fortentwicklung der Meisterschule ist allerdings angesichts der Zeit- und Kostenrestriktion und der politischen Diskussion um das gesetzliche Erfordernis durchaus erschwert.
Da sämtliche Zufuhr der erwähnten Entwicklung in der Aus- und Fortbildung modularisierbar sind, sind sie auch im Rahmen der Weiterbildung anbietbar. Die Organisationen des Handwerks haben dazu empfängliche Angebote entwickelt wie etwa die Ausbildung zum Solateur, die Errichtung eines Demonstrationszentrums Bau und Energie bei der Handwerkskammer Münster oder auch gemeinsame Projektaktivitäten mit der Wissenschaft und der Immobilienwirtschaft. Das Handwerk ist daher darauf eingestellt, ein wichtiger Partner bei der Nutzung der Zukunftsenergien zu werden.
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Kurzbiographie
Hermann Eiling, * 1950
stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster,
Kernaufgabe: Leitung der Unternehmensberatung
1971 – 1976: Studium der Volkswirtschaftslehre1977 – 1984: Durchführung städtebaulicher Sanierungsverfahren1984 – 1990: Unternehmensberater bei der Handwerkskammer Münster, Themenschwerpunk: öffentl. Baurecht, Umweltschutz
1991 – 2001: Geschäftsführer bei der Handwerkskammer Münster für das Dezernat „Gewerbeförderung und Unternehmensberatung“
ab 2001: zusätzlich Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers
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Referenten / Falk, Helwig
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