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Können Soziale Innovationen Europa retten?

IAT bei der Lissabon-Konferenz der Europäischen Kommission

Neue Entwicklungen im Feld Sozialer Innovationen wurden im November auf der Lissabon-Konferenz der Europäischen Union diskutiert. Foto: IAT

Auf Einladung der Europäischen Kommission und der portugiesischen Regierung kamen Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis vom 27. bis 28. November 2017 bei der Calouste Gulbenkian Stiftung in Lissabon zusammen, um zwei Tage neue Entwicklungen im Feld Sozialer Innovationen zu diskutieren.

Eingeladen von Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung und Innovation, präsentierte Judith Terstriep, Leiterin des Forschungsschwerpunkts "Innovation, Raum & Kultur" am Institut Arbeit und Technik (IAT /Westfälische Hochschule) mit Sitz im Wissenschaftspark, die Ergebnisse des von der Europäischen Kommission geförderten Projekts "SIMPACT – Boosting the Impact of Social Innovation through Economic Underpinnings". Das Projekt untersuchte die soziale und ökonomische Wirkung sozialer Innovationen und übersetzte diese Erkenntnisse in drei Instrumentenbaukästen "Geschäftsmodelle für soziale Innovatoren", "Politische Steuerungsinstrument" sowie "Ex-ante Wirkungsanalyse" (www.simpact-project.eu).

Das Thema stieß auch beim portugiesischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa auf großes Interesse, der den SIMPACT Projektstand besuchte. Ebenso präsentierte sich in Lissabon das Projekt SI-DRIVE, an dem das IAT unter Leitung der Sozialforschungstelle der TU Dortmund beteiligt ist (www.si-drive.eu).

Portugal ist eines von sieben Ländern weltweit, das soziale Innovationen als strategische Priorität über Politikfelder hinweg konsequent aufgreift und umsetzt. Diese von António Costa, Premierminister Portugals, als in Teilen "schmerzhaften Prozess" beschriebene Strategie fasst Isabel Mota, Präsidentin der Calouste Gulbenkian Stiftung mit den Worten zusammen: "das Risiko hat sich gelohnt". Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung und Innovation, bekräftigt, dass Soziale Innovation die Sinnhaftigkeit von Europa erneuern soll, eine Hoffnung, die auch Jean-Claude Juncker und der portugiesische Premierminister zum Ausdruck brachten. "Wirkungsorientierte Investitionen" (engl. Impact Investment) müssen sich generell in der Strategie der Europäischen Union durchsetzen, so die Empfehlung von Sir Roland Cohen, der in 2010 den ersten Impact Investment Bond im Vereinigten Königreich initiierte. Weiter führte er aus, dass es nach der technologischen Revolution nun an der Zeit für eine Wirkungsrevolution sei.

Aktuell ist eine gemeinsame Deklaration "Soziale Innovation" als Ergebnis der Lissabon Konferenz in Bearbeitung.

Weitere Informationen:
> www.iat.eu

(Quelle: IAT-Pressemeldung vom 13. Dezember 2017)

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