Auf dem ca. 10.000 ha großen Gelände der 1928 stillgelegten Zeche Rhein-Elbe, gestaltete der Künstler Herman Prigann den heutigen Skulpturenwald. Das Gelände inspirierte den 2008 verstorbenen Landschafts- und Umweltkünstler zu einer besonderen Gestaltung des Areals. So verwandelte er den wilden Zechenwald in einen völlig neuen Parktypus. Prigann verstreute und komponierte in die Natur hinein Skulpturen, die aus der industriellen Geschichte des Geländes zitieren. Dabei bestehen die Exponate aus Materialien, die der Bergbau und die lokale Schwerindustrie, darunter auch Materialien der Zeche Zollverein in Essen, funktionslos hinterließ: Schwellenhölzer, Betonblöcke und Metalle, gestaltete er zum Beispiel zu begehbaren Skulpturen. Andere Objekte erinnern an antike Kultstätten und verlassene Ruinen, die er gekonnt mit der vorhandenen Natur verwob. Prigann zeigt damit den strukturellen Wandel des Ruhrgebiets. Dennoch lässt er jedem Besucher die Freiheit für eigenen Interpretationen.
"Das Werk erklärt sich durch seine Interpretation. So entsteht die Lebendigkeit des Ortes." (Herman Prigann, Februar 2008)
Über das beliebte Bahntrassen-Radwegenetz des Ruhrgebietes, gelangt man vom Zollverein-Radweg durch den Skulpturenwald Rhein-Elbe in nur wenigen Minuten bis zum Technologiezentrum des Wissenschafts- parks an der Munscheidstraße.
Nach vorheriger Absprache bietet die Forststation auf der Fläche "Rheinelbe", südlich vom Wissenschaftspark, individuell gestaltete "Erlebniswanderungen" für Kinder- und Erwachsenengruppen an. Spezielle Angebote für Kinder. Mehr Infos: Oliver Balke, Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Telefon 0209.1474844, Informationsbroschüre